Die Mitglieder des VDP Nahe haben bereits
1997 verbandsintern festgelegt, dass sie fortan nur noch Riesling-Weine
aus ihren besten Weinbergen mit Lagenbezeichnung anbieten wollen. Diese
Lagen wurden schon 1901 in einer preußischen Steuerkartierung
als besonders wertvoll herausgestellt und liefern auch heute exzellente
Qualitäten.
Rieslinge aus anderen Lagen und solche, die den Lagencharakter nicht
deutlich widerspiegeln, werden ohne Lagenbezeichnung vermarktet. Gleiches
gilt für alle anderen Rebsorten, selbst wenn die Reben in klassifizierten
Lagen stehen.
Seit dem Jahrgang 2007 haben bei uns alle Lagen-Weine mindestens
Spätlese-Qualität. Bei den trockenen Weinen können wir
somit, gemäß den Vorgaben des VDP-Nahe, auf die Angabe eines
Prädikats verzichten.
Qualitätskriterien:
- 100% aus klassifizierter Lage
- stark reduzierte Erträge
- 100% Handlese ist vorgeschrieben
- Anerkennung durch Blindverkostung
Die
"Ersten Lagen" Monzingens
Monzinger Frühlingsplätzchen
Das Frühlingsplätzchen ist Südwest
bis Südost ausgerichtet. Der steilste Weinberg weist hier eine
Steigung von 70% auf. Kein Wunder dass hier im Frühling der Schnee
am schnellsten taut, worin wohl auch der Name der Lage begründet
liegt. Der Boden ist größtenteils von rotem Schiefer und
Kiesel geprägt, häufig durchsetzt mit rotem Lehm des Rotliegenden.
Schon die jungen Weine verführen mit ihrer verspielten, frühlingshaften
Fruchtigkeit. Pfirsich und reifer Apfel sind häufig assoziierte
Aromen, aber auch feine kräutrige Noten sind sehr typisch für
das Frühlingsplätzchen. Mit ein paar Jahren Reife wird die
Mineralität dieser Weine immer ausgeprägter, sie gewinnen
so weiter an Spannung.
Monzinger Halenberg
Die kleinste Lage Monzingens ist ausschließlich
mit Riesling bestockt; mit 5 ha ist der Löwenanteil in unserem
Besitz. Nach Süden ausgerichtet und mit bis zu 70% Steigung, verlangt
der Halenberg, mit seinem steinigen, von blauem Schiefer und Quarzit
geprägten Boden, den Reben einiges ab. Zwangsläufig müssen
diese im Sommer immer wieder um ihr Wasser kämpfen. Die Trauben
bleiben so kleinbeeriger und entwickeln ein ganz besonders feines Aroma.
Typisch für den Halenberg ist seine fein strukturierte mineralische
Art. Häufig finden wir Aromen, die an reife Grapefruit und andere
Südfrüchte erinnern. Mit etwas Reife entwickeln die Weine
ihre typische würzig-kräutrige Aromatik.